IVF/ICSI Assistierte Reproduktion

IVF/ICSI Assistierte Reproduktion

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) gilt seit 1978, als das erste Kind mithilfe dieser Methode gezeugt wurde, als etabliertes Standardverfahren der Reproduktionsmedizin.

Die assistierte Reproduktion mittels IVF ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem Eizellen (Oozyten) aus den Eierstöcken der Frau entnommen und anschließend mit den Spermien des Ehеpartners oder eines Spenders befruchtet werden, bevor sie im Labor kultiviert werden.

Die Phasen der IVF:

  1. Stimulation der Eierstöcke (Auslösung des Eisprungs)
  2. Follikelpunktion
  3. Befruchtung oder Kryokonservierung
  4. Kultivierung der Embryonen
  5. Embryotransfer und Einnistung
  6. Lutealphase
  7. Feststellung der Schwangerschaft

Bei der klassischen IVF werden die durch Punktion gewonnenen Eizellen und Spermien in ein Nährmedium eingebracht, in dem entsprechend dem Prinzip der natürlichen Selektion das aktivste und geeignetste Spermium in die Eizelle eindringt. Bei der ICSI-Methode injiziert der Embryologe hingegen ein ausgewähltes Spermium direkt in das Zytoplasma der Eizelle.

Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) wird im Rahmen von IVF-Behandlungen durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung zu erhöhen. Bei diesem Verfahren wird mithilfe spezieller Instrumente unter mikroskopischer Kontrolle ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injiziert. Die ICSI wurde erstmals 1992 durchgeführt und stellt insbesondere bei männlicher Unfruchtbarkeit eine wichtige Behandlungsmethode dar. Sie kann auch bei Unfruchtbarkeit ungeklärter Ursache eingesetzt werden.

Ein wesentlicher Vorteil der ICSI-Methode besteht darin, dass sie auch bei schwerwiegenden Formen der männlichen Unfruchtbarkeit eine Befruchtung ermöglichen kann. Selbst wenn im Ejakulat keine beweglichen Spermien vorhanden sind, gibt es Verfahren zur Gewinnung von Spermien, die anschließend für eine ICSI verwendet werden können. Dadurch kann in bestimmten Fällen auf die Verwendung von Spendersamen verzichtet werden.

Spermien können auch durch eine Hodenbiopsie gewonnen werden, beispielsweise bei sehr eingeschränkter Spermienqualität. Nach sorgfältiger Untersuchung wählt der Embryologe die vitalsten und am besten geeigneten Spermien aus. Im Rahmen der ICSI-Behandlung besteht zudem die Möglichkeit, biologisches Material zu kryokonservieren.

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