Invasive Tests: Chorionzottenbiopsie und Amniozentese

Invasive Tests: Chorionzottenbiopsie und Amniozentese

Chorionzottenbiopsie und Amniozentese gehören zu den häufigsten invasiven Methoden der Pränataldiagnostik. Ihr Hauptziel besteht darin, den Gesundheitszustand und den Entwicklungsstand des Fötus anhand der Untersuchung von biologischem Material, wie Zellen oder Gewebe, zu beurteilen. Bei diesen Untersuchungen werden die Chromosomen des Fötus analysiert, um chromosomale Störungen wie das Down-Syndrom auszuschließen.

Die Chorionzottenbiopsie, auch als Chorionbiopsie bezeichnet, dient dazu, mögliche Fehlbildungen und genetische Veränderungen beim Fötus zu erkennen, indem Zellen aus dem sich entwickelnden Mutterkuchen (Plazenta) entnommen werden. Die Chorionzottenbiopsie wird zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche durch eine transabdominale Punktion (durch die vordere Bauchwand) durchgeführt. Der Vorteil dieser diagnostischen Methode liegt in ihrer hohen Genauigkeit, da bis zu 99 % der genetischen Auffälligkeiten erkannt werden können.

Die Amniozentese gilt als eine der sichersten invasiven Methoden der Pränataldiagnostik. Dabei wird durch eine Punktion eine kleine Menge Fruchtwasser entnommen und untersucht. Bei der Amniozentese wird unter anderem die in den Zellen des Fruchtwassers enthaltene DNA des Fötus untersucht. Diese Untersuchung wird zwischen der 16. und 21. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Es ist zu beachten, dass eine invasive Pränataldiagnostik angezeigt sein kann, wenn bei nicht-invasiven Untersuchungen, wie einem pränatalen Screening oder einer Ultraschalluntersuchung, Auffälligkeiten festgestellt wurden.

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